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Neustadt im ersten Weltkrieg

Aus dem Besitz Rüdiger Marwedes wurden uns freundlicher Weise eine Reihe von Fotos aus dem ersten Weltkrieg überlassen.  Die drei Brüder Marwede aus Neustadt am Rübenberge kämpften an der Front. Christian Marwede fiel. Die Fotos sind wichtige historische Dokumente, zeigen sie doch, dass alle Bürger aller Orte im Kaiserreich – auch Neustadt am Rübeberge und seine Einwohner- betroffen waren.

 

Im Schnützengraben (Foto: R.Marwede)

Im Schnützengraben (Foto: R.Marwede)

Remonte aus Mariensee im ersten Weltkrieg

Im Alter von vier Jaren wurden Remonte (Militärpferde) an das Militär übergeben. Die deutsche Kavalierie – zumindest die ordinären Soldaten, ritten überwiegend auf auf Ostpreussen und Hannoveranern, selten auf Pferden der Landeszucht Bayern, Sachsen oder Württemberg. Die Offiziere bevorzugten seit 1890 englische Halbblüter. Nicht nur die Kavalie war auf Pfrde angewiesen. Sie dienten auch als Lastiere und zogen Wagen und Feldartilleriegeschütze.

 

Remonte - Militärpferde im Einsatz (Foto: R.Marwede)

Remonte – Militärpferde im Einsatz (Foto: R.Marwede)

Offiziersquartier im ersten Weltkrieg

Bild eines Feldquartiers im ersten Weltkrieg. Möglicher Weise wohnte hier Leutnant Marwede aus Neustadt am Rübenberge. Beachtenswert: Stroh- Matratzen, wie es damals üblich war. Landkarten und möglicher Weise strategische Papiere zieren die Wand.

Eine Kiste im Vordergrund ersetzt den Koffer oder Seesack. Für die Hygiene – Waschen- bediente man sich wahrscheinlich einer Handpumpe im Hof.

 

Quartier in Masury bei Nowo-Alexandrowsk 11.1. –15.März 1916 (Foto :R.Marwede)

Quartier in Masury bei Nowo-Alexandrowsk 11.1. –15.März 1916 (Foto :R.Marwede)

 

Die Bahn  im ersten Weltkrieg: Aufmarsch, Verlegung, Nachschub über die Schienen

Verkehrswege sind wichtig. Im Militärtransportwesen spielt die Eisenbahn eine große Rolle. Das galt auch schon im ersten Weltkrieg. Nicht nur waren die große Sensationskanonen wie die Dicke Berta auf Schienen angewiesen, sondern ein Großteil der Logistik lief über Schienen – für Aufmarsch, Verlegung, Nachschub waren sie unersetzlich.

Auch in Neustadt gab es schon ein recht modernes Gleis – auch hier lief der Nachschub und damals galt wie heute: Eisenbahnunglücke waren selterner als Unglücke auf der Straße.

Truppenverlegung. (Foto: Marwede)

Truppenverlegung. (Foto: Marwede)

 

Offiziere Korps Regiment 213: Leutnant Marwede aus Neustadt

In Cambrai gingen die Truppen ins Ruhequartier. Die Offiziere hatten die Zeit für ein Foto.

 

Offiziere Korps Regiment 213 Juni 1918 im Ruhequartier bei Cambrai. Mit der Beschriftung "11" gekennzeichnet ist Leutnant Marwede aus Neustadt am Rübenberge (Foto :R.Marwede)

Offiziere Korps Regiment 213 Juni 1918 im Ruhequartier bei Cambrai. Mit der Beschriftung „11“ gekennzeichnet ist Leutnant Marwede aus Neustadt am Rübenberge (Foto :R.Marwede)

Feldartillerie

Die 7,7 cm Feldkanone 96 war ein leichtes Standardgeschütz der Feldartillerie. Es hatte eine Reichweite von 7800 bzw. je nach Umbau sogar 10500 Metern und es konnte von Pferden gezogen werden. Die Feldartillerie verwendete darüber hinaus 10,5 cm Haubitzen und leichte 8cm und schwere 9 cm Feldkanonen.

 

Feuerstellung. Artillerie im ersten Weltkrieg.

Feuerstellung. Artillerie im ersten Weltkrieg. (Foto: Marwede)

Die Haubitze – Waffe der Feldartillerie im ersten Weltkrieg

Auf dem Bild unten sieht man wahrscheinlich eine 10,5 cm Haubitze 89/09 mit einer Reichweite von 6300 Metern von Krupp. Diese Waffe war in der kaiserlichen Armee verbreitet, wurde aber insbesondere auch ins Ottomanische Reich exportiert.

Artillerie in der Stellung. Vier Mann bedienen eine Geschütz.

Artillerie in der Stellung. Vier Mann bedienen eine Geschütz. (Foto: Marwede)

Improvisierte Flugabwehr im ersten Weltkrieg

18707/71 schon betrieben beide Seiten Aufklärung mittels Ballons und bereits 1870 wurde eine von der Firma Krupp entwickelte Ballon-Abwehr-Kanone eingesetzt. Im ersten Weltkrieg spielten anfangs Flugzeuge keine Rolle. Ab 1916 gewannen Flugzeuge an strategischer Bedeutung. Angesichts der zunehmenden Bedrohung aus der Luft durch Aufklärungsflüge und Bombenangriffe wurden immer mehr Feldgeschütze aufgebohrt und auf improvisierte  Laffetten montiert. Gut getarnt wie unten im Bild sollten Sie zur Abwehr feindlicher Flieger beitragen. In dem Rahmen wurde die Luftabwehr von der Armee abgespalten und als eigene Einheit der Luftwaffe zugefügt.

 

Flakgeschütz Frühjahr 1916. (Foto: Marwede)

Zu Pferde in den Krieg

Der letzte flächendeckende Großangriff einer Kavalierieeinheit fand wohl im zweiten Burenkrieg 1988-1902 statt. Im ersten Weltkrieg gab es keine Großangriffe der Kavalerie. Dennoch hatten Remonte eine wichtige Bedeutung für den Transport von Mensch und Gut.

 

Soldaten zu Pferde. Im 1. Weltkrieg war das Pferd als Transport- und Zugmittel nicht wegzudenken.

Soldaten zu Pferde. Im 1. Weltkrieg war das Pferd als Transport- und Zugmittel nicht wegzudenken.(Foto: Marwede)

Alkohol im ersten Weltkrieg: Schnaps und Wein im Marschgepäck

Auf diesem Bild genießen die Offiziere wohl einen guten Tropfen. Dennoch ist das Thema Alkohol im Krieg hochinteressant, den ganz gezielt wurde Alkohol als Betäubungsmittel im ersten Weltkrieg eingesetzt. Er macht froh, heiter und mutig. In den Stellungskriegen des 1. Weltkrieges wurde daher -wenn verfügbar- vor dem Angriff ordentlich eingeschänkt. Doch das bliebt nicht ohne Folgen. Alkoholismus wurde in der Armee tatsächlich zu einem Problem – daher wurde die Ausgabe streng reglementiert.

 

Pause am Faß. Offiziere im ersten Weltkrieg

Pause am Faß. Offiziere im ersten Weltkrieg. (Foto: Marwede)

Schützengräben und Stellungen im ersten Weltkrieg

Es mutet wie Zwangsarbeit an: Soldaten heben die Stellungen aus. Offiziere beaufsichtigen das Werk. Das Ausheben von Schützenlöchern und ganzen Schützengräben hatte im ersten Weltkrieg erstmals eine strategische Bedeutung. Die Gewalt der gegnerischen Artillerie zwang dazu, unter die Erde zu gehen. Nur dort war man vor den Artilleriegeschoß-Splittern halbwegs sicher. Um beim Eindringen feindlicher Einheiten in den eigenen Schützengrabern dennoch verteidigungsfähig zu sein, wurden Schützengräben oft im ZickZack angelegt. Diese wurden in der Regel mit Holz gegen Einsturz gesichert. Natürlich gab es auch große und tiefe Betonbunker auf beiden Seiten. Diese standen sich in er Marginot Linie gegenüber. Doch hier herrschte kein Krieg, diese Anlagen wurden umgangen.  Das Bild unten läßt darauf schließen, dass hier eine Artilleriestellung angelegt wird. Übrigens: Auch in Neustadt am Rübenberge gibt es bis heute noch einige Bunkeranlagen. Mehr…

 

Offiziere beaufsichtigen die Arbeiten an der Schanze: Aushebung eines Schützengrabens

Offiziere beaufsichtigen die Arbeiten an der Schanze: Aushebung eines Schützengrabens. (Foto: Marwede)

Späher auf Kirchtürmen – Warum so viele Kirchen zerstört wurden

Der Rohstoffbedarf im ersten Weltkrieg war enorm. Im ganzen Kaiserreich wurden Glocken beschlagnahmt und eingeschmolzen. Aber auch in den Kampfhandlungen wurde beschlagnahmt, was man brauchte. Häuser, Höfe, Kirchen. Kirchtürme eigneten sich gut als Aussichtsturm. Daher wurden Kirchtürme beschossen und viele Kirchen zerstört.

 

Beobachtungskirche in Bel.Porsk Juli August 1916 abgebrannt im August 1916

Beobachtungskirche in Bel.Porsk (?)  Juli August 1916. Abgebrannt im August 1916. (Foto: Marwede)

Die 7,7 cm Feldkanone 96

Markant ist die halbrunde Ausbuchtung oben am Metallschild. Sie kennzeichnet die Feldkanone 96. Bemerkenswert ist die improvisierte Laffette, auf welche man die Kanone gehieft hat. Beim genauen Hinsehen sieht man, dass die Räder am Holzbalken fixiert sind, sodass der Rückstoß die Kanone nicht von der Laffette drückt.

 

Feldartillerie: Moderne Geschütze in der Stellung

Feldartillerie: Moderne Geschütze in der Stellung. (Foto: Marwede)

Nachschub  ist da: frische Hemden.

Eine Freude für jeden Soldaten: Der Nachschub ist da, es gibt frische Hemden. Die Offiziere beaufsichtigen die Kleiderausgabe.

 

Aushändigung frischer Kleidung.

Aushändigung frischer Kleidung. (Foto: Marwede)

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