Wenn Sie sich auf dem Weg ins Gericht für eine kleine historische Delikatesse in Neustadt Rbge interessieren, die direkt auf ihrem weg liegt, sind sie hier richtig.

Wer den Parkplatz des Amtsgerichts überquert, wird kaum auf Details der Mauer zum Amtsgerichtsgarten hin achten. Doch sei dieses sehr empfohlen. Dort befindet sich eine ca. 2m hohe Wand aus Kalkbruchsteinen. Der Mythos bezeichnen diese Mauer, aber auch die östliche Mauer entlang der kleinen, benachbarten Straße „Entenfang“ als ehemalige Stadtmauer. Das ist natürlich barer Unsinn; hier verlief nie eine Stadtmauer. Eine banale Mauer als Stadtbefestigung hat es nicht gegeben, und erst recht nicht an dieser Stelle.

In der Mauer beim Amtsgericht findet man bei genauerer Betrachtung fein behauene Steine, die nur aus anderen Bauwerken stammen können. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um Relikte älterer, nicht mehr existenter Bauwerke. Offensichtlich haben Stadtplaner oder Ingenieure mit historischen Interesse die Steine vor dem Verschwinden bewahren wollen und diese hier eingearbeitet. Woher sie stammen ist nicht bekannt. Das Amtsgericht, zu welchem die Mauern mitsamt den darin eingearbeiteten historischen Steinen gehört, ist erst 1901 fertig gestellt worden, älter wird diese Mauer demnach auch nicht sein. Es ist fair zu vermuten, dass es um diese Zeit herum passierte, dass sich jemand dieser viel älteren Steine annahm und sie hier verewigte. [HD, November, 2006]

 

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Historisches Amtsgericht Neustadt am Rübenberge

 


 

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