Die auffälligsten und wichtigsten Steine Neustadts, sind jene, die die Stadtbefestigung –dem heutigen Amtsgarten, des Feindes Bollwerk, bilden. Winkel stellte in der „Geschichte der Stadt Neustadt“ fest, dass die Mauern des Wehres bis 4,67m dick und 9,34 Meter hoch gewesen seien. Die Steine der Befestigung sind im Deister gebrochen und bestehen aus Deistersandstein; die Mauerbrandsteine kamen aus Wunstorf, die Bruchsteine vom Stemmer- und Gehrdener Berg. Das Füllmaterial stammt laut Wilhelm Winkel, Chronist, aus der direkten Umgebung der Festung und ist vermutlich Abraum aus dem ehemaligen Festungsgraben. Auch in Neustadt gab es nämlich Sandstein, wenn auch von schlechter und brüchiger Qualität. (Siehe dazu auch „Kohleflötze in Neustadt“ und „Stadtgründung und Verkehrswege“)

Nachdem die Festung keine Verteidigungsaufgaben mehr wahrnehmen konnte, wurden die Mauern teilweise für den Bau der ersten Schleuse, aber auch für Renovierungsarbeiten an der Neustädter Kirche, 1685 auch für Arbeiten an der Kirche in Bordenau zum Abbau freigegeben. (Klages, S.66)

Dass die Mauer der Festung aus ballistischen Gründen nur aus Ziegelsteinen errichtet worden sein soll, einer jener Mythen Neustadts, lässt sich nicht bestätigen. Eher ist anzunehmen, dass der Deistersandstein, wie in Neustadt üblich, den überwiegenden Teil des Baumaterials ausmachte. Der Verfallsgrad der Amtsgartenmauer macht eine wie immer gestaltete Renovierung wünschenswert. [HD, November 2006]

Die Festungsmauer des Schloss Landestrost

Die Festungsmauer des Schloss Landestrost

Die Spitze der Bastion

Die Spitze der Bastion – Weser Renaissance Schloss

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Mauer mit Blick auf das Schloss und den Amtsgarten

Leiches Hochwasser und Blick auf die Festungsmauer

Leiches Hochwasser und Blick auf die Festungsmauer


 

 

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