Das Steinmetzhandwerk ist ein sehr altes Handwerk, entsprechend alt ist die Zunft. In der Außenmauer des Ostflügels des Schloss Landestrosts verbergen sich Hinweise auf die Kunst des Steinmetzhandwerks, direkt im Bau.

Steinmetze kennzeichneten Ihre Arbeit – also die von Ihnen behauenen Steine- nämlich gelegentlich mit ihrem Zeichen. Das Schloss Landestrost wurde aus Deistersandstein -angeschifft aus dem Deister- errichtet. Viele dieser schweren Quader sind hier mit den Zeichen der Steinmetze versehen. Obwohl es einige Quellen zu Steinmetzzeichen aus früheren und späteren Epochen gibt, so ist doch über die Bedeutung und den Aufbau dieser Zeichen an Renaissancebauten wenig bekannt. Man vermutet, dass es sich um Kennzeichen gehandelt haben könnte, die die Menge eines Tag- oder Wochenwerkes gekennzeichnet haben. So soll jeder zehnte Stein ein Zeichen erhalten haben, was die Abrechnung mit dem Auftraggeber leichter gemacht haben könnte. Wir werden die Forschung an dieser Stelle demnächst einmal vertiefen.

Zunächst seine hier lediglich einige der Steinmetz-Zeichen des Schlosses Landestrost dargestellt. Man beachte die ebenmäßige Oberflächenstruktur aller Quader aller Steinmetze. Nur bei sehr genauem Hinsehen lassen sich allerdings feine Unterschiede in der Oberfläche der Quader erkennen. Ob diese aus unterschiedlichen Bearbeitungstechniken der Meister oder ob nicht eher das individuelle Werkzeug des jeweiligen Steinmetzen darauf Einfluss hatte, überlassen wir zunächst der Phantasie des Lesers.

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Sehr schönes, kompliziertes Zeichen des Steinmetzes

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Etwas unregelmäßiger behauener Quader mit Zeichen des Steinmetzen

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Ein einfaches Steinmetz Zeichen in den Quadern des Schloss Landestrost

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Über die Jahrhunderte kaum verwitterte Signatur des alten Meisters

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Ein weiterer Weser Renaissance Meister hat sich hier verewigt.

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Eine klare Signatur, die Jahrhunderte überdauerte in dem Quader aus Deistersandstein

Da sich am Schloß Landestrost die meisten Steinmetzzeichen geballt im Ostflügel – eine weniger zugänglichen und nicht besonders exponierten Seite des Schlosses- finden lassen und da diese hier so wirken, als werden sie bewusst und absichtlich zu Schau gestellt, könnte man vermuten, dass sich die am Bau beteiligten Steinmetze hier für alle Zeit verewigen durften. So wurde dokumentiert, welche Steinmetze am Bau mitgewirkt haben.

[CD, Januar 2009]


 

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